Die Idee der Gemeinschaftsausstellung von zeitgenössischer Aboriginal Art und den Photographien der Höhlenmalerei der Ureinwohner Australiens wurde 2007 geboren, als Dieter Grins und Brit Susann Hanstein sich zum ersten Mal Anlässlich der KUNSTTOUR begegneten. Diese Begegnung war geprägt durch die gemeinsame Faszination für die Jahrtausend alte und heute noch lebendige Kultur der Aborigines.

Die Ausstellung in der Kreissparkasse Hückelhoven gibt dieser Verbindung ein Gesicht und ermöglicht den Menschen in unserem Kreis in die Welt der Ureinwohner Australiens einzutauchen.

¨Dieter Grins entwickelte durch einen fünfjährigen Aufenthalt in Australien in den 1960-er Jahren eine besondere Beziehung zu diesem Kontinent, die bis heute angehalten hat. In der Zeit von 1985 bis heute reiste er mehrmals quer durch Australien. Die Kamera war dem passionierten Photographen natürlich immer Wegbegleiter, dadurch ist es uns heute möglich Australien mit seinen Augen zu erleben.

¨¨In der Ausstellung VERBINDUNGEN werden Werke von Aborigines Künstler aus den unterschiedlichen Regionen Australiens, wie z. B. Arnhemland, Kintore und Western Desert gezeigt.
Es ist wichtig zu verstehen, dass alle indigenen Australier, unabhängig aus welcher Region sie kommen, welche Sprache sie sprechen oder welchen sozialen Strukturen und Gesetzen sie unterworfen sind, durch das žTjukurrpa (Schöpfungszeit) verbunden sind.
In dieser Zeit durchstreiften mythologische Ahnenwesen das Land, gaben den Ureinwohnern die sozialen und religiösen Gesetze des Zusammenlebens und kehrten nach getaner Arbeit wieder in die Erde zurück und verwandelten sich in Steine, Wasserstellen und Felsformationen. So sind sie als Teil der Schöpfung immerfort präsent. Auch heute hat sich daran nichts geändert.
Jeder Ureinwohner wird und wurde mit seiner Geburt Teil dieser Schöpfungsgeschichte, wird damit konfrontiert, erzogen und gewinnt dadurch eine tiefe Zugehörigkeit zu einem bestimmten Stück Land, für dass er die Verantwortung übernimmt im Sinne eines žguten Verwalters.

So erklärt sich die tiefe, innige Verbindung der Ureinwohner mit dem Land, der Flora und Fauna und es erklärt auch das Trauma, wenn sie gezwungen wurden und werden, dieses Land zu verlassen, um in staatlich gegründeten Siedlungen zu leben.

Wie die Felsmalereien zeigen, hat das Kunstschaffen der australischen Ureinwohner eine über 40.000 Jahre alte Tradition. Die Felsmalereien wurden zur Überlieferung von Geschichten genutzt,- denn eine Schriftsprache gab es nicht.
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In der Ausstellung möchten der Wegberger Photograph Dieter Grins und die Galeristin Brit Susann Hanstein aus Übach-Palenberg die Verbindungen zwischen den Photographien der Höhlenmalereien und den heutigen Kunstwerken der Aborigines näher bringen. Sowohl die Photoarbeiten als auch die Gemälde werden ein Zeitfenster der Aborigines Kultur von gestern und heute für den Betrachter öffnen, welches auf der einen Seite eine archäologische Sensation zeigt und gleichzeitig die Schönheit der heutigen Aborigines Kunst zeigt. Der Betrachter wird die Verbindungen zwischen beiden Zeitfenstern besser verstehen.

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